B-Plan Grüner Garten

Position der UWG Osnabrück-Stadt zum geplanten Baugebiet „Grüner Garten“

Eine Pressemitteilung der UWG
Die UWG kritisiert den Bebauungsplan „Grüner Garten“ in Voxtrup.
Im geplanten Baugebiet „Grüner Garten“ soll durch Bau eines Altenheimes mit angegliedertem Wohngebiet eine Fläche von bis zu 17.000 m² dauerhaft neu versiegelt werden. Im Gegensatz zum Entwurf von 2018 sollen nun zusätzlich zum fünfstöckigen Altenheim noch drei weitere vierstöckige Wohngebäude gebaut werden. Weitere 79 Wohneinheiten bleiben im Plan bestehen und werden errichtet. Um die Versiegelung zu kompensieren, sollen auf dem Nachbargrundstück mehrere Dämme errichtet werden. Dies soll ein Abfließen des Oberflächenwassers verhindern und es dort versickern
lassen.
Die UWG bemängelt die misslungene ökologische Bewertung. Durch den hohen Flächenverbrauch resultieren erhebliche Beeinträchtigungen von naturnahen Freiflächen. Dadurch wird ein wichtiges Kaltluftentstehungsgebiet, das gerade in Zeiten des Klimawandels wichtig ist, vernichtet. Die geplante Versickerung des Oberflächenwassers auf dem Nachbargrundstück verdeutliche geradezu wie stark die Versiegelung sei. Die Vernichtung des alten Baumbestandes sei überdies unverhältnismäßig.
Durch die hohe zusätzliche verkehrliche Belastung auf der Meller Landstraße und den angrenzenden Wohngebieten sollen im Kreuzungsbereich 6 alte Eichen mit einem Alter von bis zu 150 Jahren gefällt werden.
„Der Bau eines Altenheims in Voxtrup ist notwendig“, erkennt Wulf-Siegmar Mierke, Ratsmitglied der UWG an. „Wir fordern, dass nur dieses gebaut wird und zwar so, dass es die Landschaft nicht verschandelt. Durch das dann geringere Verkehrsaufkommen würden die Anwohner weniger belastet und das Wohnen im Altenheim attraktiver.“
„Die beschönigenden Beschreibungen, die im Bebauungsplan verwendet werden, versuchen die negativen Auswirkungen des Bauprojekts auf die Umwelt zu bagatellisieren“, beanstandet Hannes
Janott, zweiter Vorsitzender der UWG.
„Im Flächennutzungsplan wird von einer behutsamen Erweiterung der Siedlung und einer besonderen Berücksichtigung ökologischer Belange gesprochen. Wir können nicht erkennen, dass dieses Ziel
erreicht wird“, meint Wolfgang Düsing, Ehrenvorsitzender der UWG.

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